Die Ohrschale bildet als Bestandteil der Hörhilfe das Bindeglied zwischen Hörsystem und Ohr. Die Aufgabe der Ohrschale besteht darin, den verstärkten Schall ins Ohr zu leiten und dem Hinter-dem-Ohr-System einen guten Halt zu geben. Bei Im-Ohr-Systemen dient die Ohrschale zusätzlich als Gehäuse für die Bauteile des Hörsystems.
Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Ohrschale, die als zweckmäßig anzusehen ist. Als zweckmäßig eingestufte Ohrschalen sind zumeist etwas dicker gefertigt, damit auch bei unsachgemäßer Handhabung die Schale nicht zerbricht. Eleganter und feiner gearbeitet ist die so genannte Komfortschale. Bei Modellen dieses Typs ist die Abstützung in der Ohrmuschel als Ring oder als Stützkralle ausgeführt. Die Ohrschale sitzt entsprechend unauffällig in der Ohrmuschel.
Hörsysteme werden bis zu 18 Stunden am Tag getragen. Ein bequemer und komfortabler Sitz ist für die Anwender daher sehr wichtig. Ohrenschalen werden deshalb individuell, das heißt, entsprechend der Abformung der Ohrmuschel gefertigt. Das Material ist zumeist widerstandsfähig gegenüber Ohrenwachs (Cerumen) und Feuchtigkeit und antiallergen.
Jede Ohrschale verändert den Übertragungsbereich eines Hörsystems. Durch die Wahl des Schallschlauchdurchmessers und durch Zusatzbohrungen ist es dem Hörakustiker möglich, die Übertragungscharakteristik zu beeinflussen. Eine regelmäßige Kontrolle der Ohrschale ist genauso wichtig wie die des Hörsystems.
Für die neu entwickelten Minihörsysteme sind vorgeformte Ohrschalen erhältlich. Diese zeichnen sich durch eine sehr weiche Gehörgangskuppel und einem sehr dünnen Schallschlauch aus und sitzen nahezu unsichtbar und sehr komfortabel im Ohr.
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