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AGC
Akku
Akustikrohr
A-Life®
Analoge Hörtechnik
Anpassteil
ANSI (American National Standards Institute)
Audiometer
Audiometrieräume
Audiometrische Messungen
Aufblähkurve
Ausgangsschalldruckpegel
Ausschwingzeit
Batterie
CIC-Hörsystem
Cochlea Implant
Concha-Gerät
conchetta
CROS |
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AGC
AGC ist die Abkürzung für Automatic Gain Control und bedeutet automatische Verstärkungsregelung.
Bei der AGC gibt es zwei Schaltungsvarianten mit unterschiedlichen Auswirkungen:
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AGCo
Es handelt sich hier um eine ausgangsgeregelte AGC ("o" = output). Das zu laute Signal wird am Hörer des Hörsystems abgeleitet und über eine elektronische Schaltung entgegengesetzt auf den Eingang des Verstärkers geleitet.
- AGCi
Es handelt sich hier um eine eingangsgeregelte AGC ("i" = input). Das zu starke Signal wird schon am Mikrofon des Hörsystems abgeleitet. Dies bedeutet einen erhöhten Schaltungsaufwand, aber auch eine erhöhte Wirksamkeit.
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Akku
„Akku" ist die gebräuchliche Abkürzung für Akkumulator. Der Akku kann an Stelle der Batterie zur Energieversorgung des Hörsystems verwendet werden. Ein Akku muss erst über ein Ladegerät mit Energie aufgetankt werden. Ein Vorteil des Akkus gegenüber der Batterie liegt bei den günstigen Kosten, da ein Akku etwa ein Jahr lang immer wieder aufgeladen werden kann. Nachteilig ist eine geringere Anfangsspannung als eine Batterie und während der Tragezeit das kontinuierliche Absinken der Spannung.
Viele Hörsysteme sind deshalb mit einem Akku nicht zu betreiben. Aus diesem Grund gibt es auf dem deutschen Markt auch nur noch eine Akku-Größe.
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Akustikrohr
Akustikrohre sind Bauteile des Hörsystems. Sie bestehen aus Metall, Gummi oder einer Kombination aus beidem.
Das „Mikrofon-Akustikrohr" leitet den aufgenommenen Schall weiter zum eingebauten Miniaturmikrofon.
Das „Hörer-Akustikrohr" leitet den vom Hörer verstärkten Schall weiter zum Ausgang des Hörsystems, der aus einem gebogenen Hörwinkel besteht.
Durchmesser, Länge und Material des Akustikrohres beeinflussen entscheidend die Leistung und den Klang eines Hörsystems. |
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A-Life®
A-Life® ist ein von Geers entwickeltes Verfahren zur Konfiguration und Feineinstellung von Hörsystemen. Mit aktiver Beteiligung des Kunden wird die beste Einstellung der Hörtechnik ermittelt. Damit die Übertragungseigenschaften der Geräte optimal auf die Hörwünsche der Kunden abgestimmt sind, werden natürliche Klangbeispiele vorgespielt und von den Kunden auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm bewertet. Die erreichte Zufriedenheit mit dem Hören wird individuell ausgewiesen. Das patentierte Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit fünf Universitäten entwickelt. |
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Analoge Hörtechnik
Ein analoges System nimmt neben der Sprache auch Störgeräusche auf, die durch Klangblenden nur teilweise unterdrückt werden können. Deshalb ist das Verstehen gerade in geräuschvoller Umgebung manchmal schwierig.
Außerdem treten bei analogen Hörsystemen Störungen beim Telefonieren mit drahtlosen Telefonen und Handys auf.
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Anpassteil
Hörsysteme finden manchmal hinter dem Ohr, z.B. bei abstehenden Ohrmuscheln, keinen festen Halt. Ferner können schmerzhafte Druckstellen dadurch entstehen, dass das Gerät nicht plan-, sondern nur punktweise auf der Ohrmuschelrückwand aufliegt. Abhilfe schafft eine Auffüllung des Hohlraumes zwischen Hörsystem und hinterer Ohrmuschel mit einem Kunststoffmaterial. Solch ein Anpassteil wird am Hörsystem befestigt. Es muss darauf geachtet werden, dass weiterhin ein ungehinderter Service des Hörsystems gewährleistet ist. Die Kosten für das Anpassteil werden in den notwendigen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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ANSI (American National Standards Institute)
Das American National Standards Institute ist der Herausgeber der amerikanischen Normenblätter. Beispielsweise werden Messvorschriften für Hörsystems festgelegt, um vergleichbare Messergebnisse zu ermöglichen.
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Audiometer
Geräte für die Hörprüfung mit Sinustönen, Rauschen oder Sprache. Mit ihnen können beispielsweise die Hörschwelle und die Unbehaglichkeitsschwelle eines Patienten ermittelt werden.
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Audiometrieräume
Größe des Raumes: mindestens 2 m x 3 m.
Ausstattung: Teppichboden, reflexionsarme Wand- und Deckenverkleidung, warme Farbtöne, keine Lochplatten.
Beleuchtung: Wegen geringer Wärmeentwicklung Leuchtstofflampen mit Warmtonröhren. Die Drosseln der Leuchtstofflampen liegen wegen möglicher Brummeinstreuung außerhalb des Raumes.
Belüftung: Ab- und Zuluft werden durch einen geräuscharmen Ventilator gesteuert. Das Belüftungsrohr ist mit Dämmmaterial ausgekleidet.
Störschall: Darf bei der Routine-Audiometrie bis zu 40 dB (A) betragen. Erreicht wird dies durch Doppelwände und Doppeltüren.
Audiometer: Ist so angeordnet, dass der Patient keine Möglichkeit hat, auf das Audiogramm zu schauen. Die Lautsprecher für die Freifeldmessung haben zu den Ohren des Patienten einen Abstand von 1 m.
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Audiometrische Messungen
Zu unterscheiden sind subjektive Messungen, die von den Angaben der Patienten abhängen und objektive Messungen, die nur seine Anwesenheit erfordern.
Subjektive Messungen:
- Hörschwellen für Sinustöne für Luft- und Knochenleitung,
- SISI-Test,
- Lüscher-Test,
- Isophone angenehmen Hörens,
- Fowler-Test,
- Unbehaglichkeitsgrenze für Sinustöne,
- Carhart-Test,
- Unbehaglichkeitsgrenze für Rauschen,
- Hörverlust für Zahlen im Geräusch,
- Diskriminationsverlust für Einsilber,
- Feldmann-Stereo-Test,
- Unbehaglichkeitsgrenze für Einsilber,
- Lee-Test
Objektive Messungen:
- Tympanometrie
- Stapediusreflexmessung
- Electric Response Audiometrie (ERA)
- Electrocochleographie
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Aufblähkurve
Die Aufblähkurve ist eine im Audiogramm eingetragene Hörschwelle für Sinustöne, die mit Hörsystem im freien Schallfeld erstellt wurde. Man verwendet dieses Verfahren, wenn ein Hörgewinn dargestellt werden soll, jedoch eine sprachaudiometrische Messung nicht durchgeführt werden kann wie z. B. bei Kindern und Ausländern. Es werden die Hörschwellen für Sinustöne über Lautsprecher ohne und mit Hörsystem ermittelt. Die Fläche zwischen beiden Hörschwellenkurven stellt den Hörgewinn dar. Im Audiometrie-Raum mit ungenügend reflektionsarmen Wänden kann sich allerdings durch stehende Wellen eine unterschiedliche Schalldruckverteilung aufbauen, die dann das Messergebnis verfälscht. Ein sprachaudiometrischer Hörgewinn ist deshalb einer Aufblähkurve immer vorzuziehen. |
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Ausgangsschalldruckpegel
Der Ausgangsschalldruckpegel ist der Schalldruckpegel, der nach der Verstärkung durch ein Hörsystem am Ausgang des Hörers auftritt. Die Höhe des Ausgangsschalldruckpegels ist abhängig von der Höhe des Eingangsschalldruckpegels (z. B. 65 dB bei Umgangssprache) und der Verstärkung des Hörsystems. Die Leistungsfähigkeit des Hörers bestimmt den höchstmöglichen Ausgangsschalldruck. Im-Ohr-Hörsysteme erreichen maximale Ausgangsschalldrücke von bis zu 125dB; Hinter dem Ohr-Geräte von bis zu 140dB; Taschengeräte erreichen bis etwa 150dB. |
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Ausschwingzeit
Sie tritt bei automatischen Verstärkungsregelungen (AGC) auf. Man bezeichnet als Ausschwingzeit die Zeit, in der eine durch die automatische Verstärkungsregelung herabgesetzte Verstärkung wieder auf die ursprüngliche Verstärkung heraufgeregelt wird. Sie entsteht durch die bei AGC-Schaltungen verwendeten Kondensatoren und Widerstände. Eine kleine Ausschwingzeit von z. B. 10ms ist für die Verständlichkeit von Wortanfängen nach lauten Schallereignissen günstig. Sie würde allerdings bei sich wiederholenden Impulsgeräuschen ständige Lautstärkeschwankungen hervorrufen. Bei einigen Hörsystemen lässt sich daher die Größe der Ausschwingzeit bis auf 400 ms einstellen. So besteht die Möglichkeit, die Ausschwingzeit der individuellen Hörumgebung anzupassen. |
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Batterie
Die Batterie dient zur Energieversorgung des Hörsystems. Für die unterschiedlichen Hörtechnikbauformen gibt es entsprechende Batteriegrößen, wobei für Hinter-dem-Ohr-Systeme hauptsächlich die Knopfzellen des Typs 675 und 13 verwendet werden.
Die Im-Ohr-Systeme benötigen die Typen 312 oder 10.
Trotz kleiner Abmessungen ist durch den chemischen Aufbau eine hohe Energiedichte gewährleistet. Eine Batterie kann im Gegensatz zum Akku nicht geladen, jedoch gut gelagert werden. Bei kühler und trockener Lagerung erleidet die Zink-Luft-Zelle bis zu zwei Jahren kaum Kapazitätsverluste.
Der Anwender ist gesetzlich verpflichtet, verbrauchte Batterien an den Handel zur Entsorgung zurückzubringen.
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Batteriekammer
Die Batteriekammer dient zur Aufnahme der Batterie im Hörsystem. Die Batterie darf in der Kammer kein Spiel haben, welches sich sonst als klapperndes Störgeräusch bemerkbar machen würde. Sie darf aber auch nicht so eng sein, dass sich die Batterie nur mit Mühe auswechseln lässt. Bei manchen Hörsystemen tritt die Batteriekammer auch als Ein-Aus-Schalter in Funktion. Durch leichtes Öffnen der Kammer bis zu einer Raststellung werden diese Geräte abgeschaltet. Im geschlossenen Zustand muss die Batteriekammer Schutz vor Schweiß und Staub bieten, für eine Zink-Luft-Batterie jedoch genügend sauerstoffdurchlässig sein.
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Batteriekontakte
Batteriekontakte stellen die Verbindung von der Batterie zum Verstärker her. Sie bestehen meistens aus Federstahl und sind gegen Oxidation durch eine Gold- oder Platinschicht geschützt. Gerade bei den sehr geringen Strömen, die im Hörsystem fließen, ist es wichtig, den Übergangswiderstand zwischen Kontakt und Batterie so klein wie möglich zu halten. |
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CIC-Hörsystem
CIC bedeutet „complete in canal". Es handelt sich dabei um ein Im-Ohr-Gerät, das besonders tief im Gehörgang und dicht vor dem Trommelfell sitzt (peritympanal).
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Cochlea Implant
Ein Cochlea-Implant (CI) besteht im wesentlichen aus zwei Komponenten:
- Innere Komponenten (Implantat): Empfänger/Stimulator, Referenzelektrode, aktive Elektrode
- Externe Komponenten: Sprachprozessor, Hinter-dem-Ohr-Set, Sender, Kabel
Funktion: Die akustischen Signale werden vom Mikrofon des Hinter-dem-Ohr-Sets aufgenommen und in elektrische Signale umgewandelt. Über das Verbindungskabel gelangen diese Signale zum Sprachprozessor, der diese nach bestimmten Verarbeitungsalgorithmen in ein Muster aus elektrischen Impulsen umwandelt. Diese gelangen über das Kabel an den Sender. Dort werden die Signale induktiv auf den implantierten Sender übertragen. Die aktiven Elektroden stimulieren daraufhin mit unterschiedlicher Intensität und an unterschiedlichen Orten die Cochlea. Diese Stimulation bewirkt ein Auslösen von Aktionspotentialen am Hörnerv, die vom Gehirn entsprechend weiterverarbeitet werden.
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Concha-Gerät
Ein Im-Ohr-Hörsystem, das in der Ohrmuschel platziert wird. |
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conchetta
Die "conchetta" ist ein Im-Ohr-Gerät, das im Übertragungsverhalten dem Hörverlauf des geschädigten Ohres angepasst wird. Gegen Allergien ist die Oberfläche vergoldet. Durch Einbeziehen der natürlichen Funktion der Ohrmuschel in den Hörvorgang wird mit der "conchetta" gegenüber anderen Hörgeräten eine größere Sprachverständlichkeit unter Störgeräuschen erzielt.
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CROS
Bei der CROS-Versorgung wird das Mikrofon vom Hörsystem getrennt und auf der anderen Seite des Kopfes angebracht. Dadurch können Hörprobleme gelöst werden, wo konventionellen Hörsystemen Grenzen gesetzt sind.
Das CROS-Verfahren wird angewendet, wenn zum Beispiel ein Ohr taub ist und das andere Ohr hörend. Der Schall wird in diesem Fall vom Mikrofon auf der tauben Seite in das hörende Ohr geleitet.
Das Verfahren wird auch angewendet, wenn das zu versorgende Ohr nässt und nicht mit einer Ohrschale verschlossen werden darf. Durch die räumliche Trennung des Mikrofons vom Hörer wird das Rückkopplungspfeifen verringert. Es kann deshalb in das nässende Ohr eine offene Ohrschale eingesetzt werden.
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