A-Life® - GEERS Hörsystem-Anpassung mit DIN EN ISO 9001- Zertifizierung
Hörsysteme und ihre Technik
Die Aufgabe eines Hörsystems ist es, alle Sprachanteile vollständig hörbar zu machen, ohne dabei die Schwelle zum Unbehagen zu überschreiten.
Zu den wesentlichen Bestandteilen eines jeden Hörsystems gehören
- der Schallempfänger (Mikrofon)
- der Verstärker oder Prozessor (Mini-Computer) und
- der Schallsender (Lautsprecher)
Volldigitale Hörsysteme verfügen über einen digitalen Signalprozessor (Mini-Computer), der für eine Reihe von Optimierungen sorgt:
- Befreiung von Eigenrauschen
- Verbesserung der Klangeigenschaften
- Präzise Signalanalyse, die es ermöglicht, nur ausgewählte Teile eines Signals zu verarbeiten
Hochwertige volldigitale Mehrprogramm-Hörsysteme bieten dem Anwender darüber hinaus folgende Vorteile:
- Spracherkennung und Kontrastverschärfung
- Unterdrückung von Rückkopplungspfeifen
- Störschall-Filterung und Störschall-Unterdrückung
Hörprobleme und ihre Lösung
Schwierigkeiten beim Hören können sich ganz unterschiedlich gestalten und verlangen daher nach Lösungen von Fall zu Fall. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die gängigen Hörhilfen und ihre Einsatzmöglichkeiten.
Kopfhörer
Wenn sich eine Hörminderung allein darin zeigt, dass beim Fernsehen der Ton so laut gestellt wird, dass dies die Nachbarn stören könnte, ist ein Kopfhörer die günstigste Lösung. Die Lautstärke des Kopfhörers ist beliebig einstellbar, ohne dass dies die Einstellungen des Fernsehgerätes beeinflusst. Dessen Lautstärke bleibt auf Zimmer-Lautstärke oder sogar unhörbar leise. Bei manchen Fernsehern wird der Lautsprecher im Gerät jedoch abgeschaltet.
Offene Hörsysteme ohne Ohrschale
In der Anfangszeit einer Hörminderung – in den ersten Jahren – ist der Hörverlust oft relativ gering. Warnsignale, Türglocken oder Telefonklingeln werden zu diesem Zeitpunkt noch gut gehört. Die Hörminderung tritt zumeist nur in der Unterhaltung mit mehreren Personen zu Tage, da die akustischen Signale hier schlechter verstanden werden. Zur Verbesserung des Hörens in diesen Situationen bieten sich die offenen Hörsysteme – ohne Ohrschale – als ideale Lösung an. Sie sind sehr klein und leicht und nur mit einem dünnen, durchsichtigen Schallschlauch mit dem offenen Gehörgang verbunden. Dadurch entsteht ein natürliches Hören der Umgebung und nur beim Sprachverstehen kommt die Wirkung des Hörsystems zur Geltung. Die Gesprächspartner werden dank der Hörhilfe leichter und besser verstanden.
Basis-Kassengeräte
Bei einer stärkeren Hörminderung erfüllt ein Basis-Kassengerät die Anforderungen an ein lauteres Hören und besseres Verstehen für die Menschen, die sich immer in derselben Umgebung aufhalten und mit nur einer Person sprechen, ohne dass störender Lärm in der Umgebung auf sie einwirkt. Wer die meiste Zeit mit seinem Lebenspartner im Wohnzimmer verbringt und auf besseres Hören in anderen Umgebungen verzichtet, benötigt keine Spitzentechnik.
Digitale Hörsysteme mit Sprachprozessor
Moderne Hörsysteme mit einem Sprachprozessor verbessern deutlich das Hören in der Unterhaltung mit mehreren Personen und in Umgebungen mit Störgeräuschen. Ein von GEERS durchgeführter Praxistest zeigte, dass in einer Situation, in der sich zwei Kollegen mit gesundem Gehör nicht länger unterhalten konnten, weil der Störlärm zu laut war, ein hörgeschädigte Kollegen mit Hörsystemen der neuen Generation das von den Kollegen Gesprochene hingegen gut verstehen konnte. Der Hörgeschädigte konnte mit Hörsystem besser verstehen als die Hörgesunden! Solche Ergebnisse der digitalen Hörtechnologie waren noch vor wenigen Jahren unvorstellbar.
Modellreihen
Moderne Hörsysteme sind zumeist in verschiedenen Ausführungen erhältlich.
- Vollautomatische Hörsysteme nehmen dem Benutzer alle Bedienungs-Aufgaben ab.
- Mehrprogramm-Hörsysteme bieten
dem Anwender zwei oder mehrere Programme zur Auswahl an.
Beispielsweise kann der Benutzer beim Radio hören selbst
entscheiden, mit welchem Klang und in welcher Lautstärke
er hören
möchte. Diese Hörsysteme werden entweder direkt
am Gehäuse geschaltet oder mit einer Fernbedienung gesteuert.
Diese kann sogar in eine Armbanduhr integriert sein.
Baureihen
Moderne Hörsysteme stehen in unterschiedlichen Bauformen zur Verfügung.
- Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme (HdO-Hörsysteme)
Diese sitzen hinter der Ohrmuschel und wiegen nur wenige Gramm und bieten ihren Trägern einen offenen Gehörgang. HdOs sind besonders robust und werden mit jeder Signalverarbeitungs-Technik angeboten.
- Hörbrillen
HdO-Hörsysteme in Kombination mit einem Brillengestell sind besonders unauffällig und bieten sich vor allem an, wenn der Träger immer eine Brille benutzt. Die Hörbrille setzt jedoch einen vorsichtigen Umgang voraus.
- Im-Ohr-Hörsysteme (IO-Hörsysteme)
Wenn die gesamte Technik des Hörsystems zusammen mit dem Gehäuse vollständig im Gehörgang Platz finden soll, kann ein maßgefertigtes IO-Hörsystem Anwendung finden. Ein IO-System liefert zu gute Ergebnisse, wenn sich die Hörminderung auf die tiefen und hohen Töne auswirkt. Die kleine Bauform des IO-Hörsystems wird wesentlich von dem Durchmesser und dem Verlauf des Gehörganges beeinflusst. Bei zu engen Gehörgängen scheidet diese Bauform aus.
..... für die Einführung der IO-Systeme in Deutschland gewann GEERS 1986 übrigens den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft.
Hörgeräte der neuesten Generation
Auch 2005 gibt es bei GEERS die neue Generation modernster Hörtechniken – Hörgeräte ohne Ohrschale, bei denen nur ein hauchdünner Schlauch nahezu unsichtbar in den Gehörgang führt. Der Benutzer eines solchen Modells merkt gar nicht, dass er eine Hörhilfe trägt – es ist so leicht, dass man es beim Tragen kaum spürt. Erleben Sie kostenlos und unverbindlich diese neue Kombination aus Tragekomfort, unauffälligem Design und akustischem Klangerlebnis.
Kosten
Wie bei allen Dienstleistungen und Produkten finden sich
auch bei Hörsystemen unterschiedliche Preise. Die Spanne
reicht von der einfachen Basis-Hörtechnik mit mehrjährigem
Service, die bei 420 € liegt, bis zu HighTech-Hörsystemen
mit Spitzenleistungen mit einem Preis von 2.300 €. Welches
Hörsystem zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen
Situation des von einer Hörminderung betroffenen Menschen
ab. Es gibt kein Hörsystem, das für jeden geeignet
ist. Die individuellen Ansprüche an ein besseres Hören
verlangen nach entsprechenden Lösungen und diese fallen
von Kunde zu Kunde unterschiedlich aus. Die Krankenkassen zahlen
weiterhin Festbeträge bis zu 420 € je
Hörtechnik. |