Haben Sie den Entschluss gefasst, Ihre Hörschwäche
behandeln zu lassen, können Sie sich zunächst unverbindlich
und kostenlos bei GEERS beraten lassen. Für den konkreten
Schritt hin zu einer Hörhilfe ist es jedoch notwendig,
dass Sie sich von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersuchen lassen,
damit dieser eine genaue Diagnose stellt und - falls die Hörprobleme
nicht medizinisch behoben werden können - die Verordnung
einer Hörhilfe ausstellen kann. Für die Mitglieder
von gesetzlichen Krankenkassen und vielen Privatkrankenversicherungen
ist dies die Voraussetzung dafür, dass die Krankenkasse
die entstehenden Kosten bezuschusst.
Wenn feststeht, dass Sie zukünftig eine Hörhilfe verwenden,
steht GEERS Ihnen mit einer umfassenden Beratung und Betreuung
zur Seite. Denn eine Hörhilfe zu erhalten bedeutet nicht,
diese in einem Geschäft zu kaufen und dann einfach zu tragen.
Vielmehr geht es in der Zusammenarbeit mit einem Hörgeräteakustiker
darum, gemeinsam die für Sie am besten geeignete Hörhilfe
auszuwählen. Der Weg zum guten Hören umfasst bei
GEERS drei Phasen:
Die Orientierungsphase
In dieser Phase geht es darum, dass wir Sie und Ihre Hör-Situation
näher kennen lernen. Auf Grundlage der vom HNO-Arzt gestellten
Diagnose und Ihrer Wünsche an die Hörhilfe stellen
wir für sie eine Auswahl an Hörsystemen zusammen
und testen diese gemeinsam.
Die Gespräche dienen dazu, dass wir uns eine Vorstellung
davon machen können, wie es sich mit Ihrer ganz persönlichen
Art und Weise des Hörens verhält, in welcher klanglichen
Umgebung Sie leben, wo Ihre Probleme beim Hören liegen
und welche Wünsche Sie an ein Leben mit einer Hörhilfe
richten. Diese Informationen benötigt der Hörgeräteakustiker,
um die Hörhilfe optimal programmieren zu können.
Mit A-Life® geben wir Ihnen die Möglichkeit, die
programmierten Hörhilfen bereits im Fachgeschäft
unter Realbindungen auszuprobieren. In unserem Audioraum umgeben
wir Sie dazu mit einem Schallspektrum, das den natürlichen
Klängen und Geräuschen des normalen Alltags entspricht
und sich so zusammenstellen lässt, dass es in weiten Teilen
mit der Klangwelt Ihrer gewohnten Umgebung übereinstimmt.
Wir besprechen mit Ihnen im Anschluss Ihre jeweiligen Hör-Eindrücke
und wählen auf dieser Grundlage dann die Hörhilfen
aus, die Sie anschließend zu Hause testen.
An die Verwendung der Hörhilfe bei Ihnen zu Hause schließen
sich weitere Gespräche an, denn möglicherweise weichen
die Erfahrungen, die Sie im normalen Alltag gemacht haben, von
denen im Audioraum ab und die Programmierung muss verbessert
werden. Erst wenn die Hörhilfe Ihren Erwartungen entspricht
und Sie diese regelmäßig im Alltag einsetzen möchten,
beginnt die nächste Phase.
Die Adaptionsphase
Diese Phase erstreckt sich über mindestens vier Wochen. Dies ist die Zeit, in der Sie sich an das Tragen Ihrer Hörhilfe gewöhnen und in der Ihr Gehirn damit beginnt, Schall-Ereignisse, die es zunächst nicht interpretieren kann, da sie wegen der Schwerhörigkeit zu lange einfach nicht gehört wurden, sinnvoll zu verarbeiten.
Sie werden es möglicherweise zunächst als fremd oder unangenehm empfinden, wenn die verlernten Schallsignale wieder wahrgenommen werden. Doch nur Geduld und keine Sorge, während dieser Zeit lernen Sie, wieder zu hören. Im Laufe der Wochen werden Sie immer seltener bewusst daran denken, dass Sie jetzt eine Hörhilfe tragen und stattdessen eine subjektive Hörverbesserung feststellen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie Ihre Hörhilfe wirklich regelmäßig verwenden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Tipps für Ihren Weg zu einem besseren Hören, die wir am Ende der Seite für Sie zusammengestellt haben.
Die Adaptionsphase findet ihren Abschluss im Freiburger Sprachverständnis-Test.
Mit diesem Test bewertet der Hörgeräteakustiker den so genannten Hör-Gewinn.
Untersucht wird hierbei, ob Sie bestimmte Sprachsignale im geforderten Maße
verstehen. Ihr HNO-Arzt prüft diese Ergebnisse und gibt eine entsprechende
Meldung an Ihre Krankenkasse. Mit Bestehen des Tests sind die Voraussetzungen
für den Kassenzuschuss erfüllt. Nun folgt die Neurophysiologische Lernphase.
Die Neurophysiologische Lernphase
Diese Phase setzt die Betreuung durch GEERS in Form eines
auf drei Monate angelegten Trainings fort. Während dieser
Zeit besprechen Sie in regelmäßigen Abständen
mit dem Hörgeräteakustiker Ihre Erfahrungen und überprüfen
Ihre Fortschritte innerhalb des GEERS-Programms "Hören
und Verstehen wieder lernen". Sollte es hier zu Schwierigkeiten
kommen, steht Ihnen ein GEERS-Kommunikationstrainer zur Verfügung,
der Sie – ähnlich wie ein Audio-Therapeut – auf
Ihrem Weg zum guten Hören intensiv unterstützt.
Die Neurophysiologische Phase ist Teil des GEERS-Qualitäts-Systems
und umfasst unser Drei-Monate-Geld-zurück-Versprechen. Damit
verpflichten wir uns, Hörsysteme zurückzunehmen, wenn
unsere Kunden die angestrebten Hörziele nicht erreicht haben
oder mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Unser Ziel ist die
subjektive Kundenzufriedenheit. Wir sprechen von der subjektiven
Kundenzufriedenheit, wenn unser Kunde mit seinem Hörsystem
Erfahrungen macht, die in hohem Maße mit seinen Erwartungen
und Vorstellungen übereinstimmen.
Das ProSitu Gutachten – geprüfte Qualität nach ISO 9001
Drei Monate nach der Prüfung des Hörgewinns durch den HNO-Arzt und entsprechend den Anforderungen der Krankenkasse und insgesamt 4 Monate nach Ihrem ersten Termin bei GEERS erfolgt im Rahmen des GEERS -Qualitäts-Systems mit dem Pro-Situ Gutachten die abschließende Qualitäts-Kontrolle. Wenn der Kunde zustimmt, überträgt GEERS die Anfertigung des Pro-Situ Gutachtens und die damit verbundene Prüfung der Hörleistung, dem HNO-Arzt und übernimmt die entsprechenden Kosten. Der Arzt hat gegenüber seinem Patienten eine besondere Verantwortung und erfüllt die Aufgabe eines Gutachters für seinen Patienten daher wie kein Anderer. Das ProSitu Gutachten wurde von der Ärztekammer geprüft und bestätigt.
Tipps für Ihren Weg zu einem besseren Hören
Wenn Sie beginnen, mit einer Hörhilfe zu leben, werden Sie zunächst viele neue Eindrücke sammeln. Sie müssen Ihren „neuen Begleiter“ in der Praxis erst einmal genauer kennen lernen und sich an ihn gewöhnen. Wir empfehlen Ihnen, hierbei mit Ihren Angehörigen oder Freunden zusammenzuarbeiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Hören mir einer Hörhilfe merklich erleichtern.
- Erleben Sie ihre neuen Höreindrücke am Anfang mit Ihren Angehörigen. Erfahren Sie gemeinsam Ihre neu zu entdeckende Hörumwelt. Fragen Sie ruhig nach, wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie gerade hören oder aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.
- Lassen Sie sich helfen, wenn es mit dem Einsetzen der Hörhilfe ins Ohr nicht sofort klappt.
- Schlagen Sie bei Schwierigkeiten in der Bedienungsanleitung nach.
- Lassen Sie sich bei der Reinigung und Pflege Ihrer Hörtechnik ruhig einmal zuschauen und Tipps geben. Das gibt Sicherheit.
- Lassen Sie sich aus einem Buch oder aus der Zeitung vorlesen, das trainiert Ihr Gehör beim Verstehen.
- Lesen Sie ihrem Gegenüber selbst laut vor - so bekommen Sie wieder ein Gefühl für die eigene Stimme.
- Lassen Sie sich von Ihren Angehörigen vom ersten Tag an aktiv unterstützen und zum täglichen Gebrauch der Hörtechnik ermuntern, denn „nur Übung macht den Meister“.
Beachten Sie auch die folgenden Tipps, mit deren Umsetzung Sie das Verstehen mit einem Hörsystem zusätzlich verbessern können:
Achten Sie auf Hintergrundgeräusche, die Sie irritieren könnten. Sind Hintergrundgeräusche vorhanden,
- versuchen Sie, diese möglichst zu reduzieren (Fenster, Türen schließen usw.).
- wechseln Sie den Raum oder die Sitzposition.
- bitten Sie um Ruhe.
- verschieben Sie das Gespräch auf einen anderen Zeitpunkt.
Beachten Sie auch die Lichtverhältnisse.
- Die Räume sollten hell beleuchtet sein.
- Das Gesicht des Gesprächspartners sollte gut beleuchtet sein. Das erleichtert das Absehen vom Mund.
- Sind die Lichtverhältnisse ungünstig, ändern Sie eventuell die Beleuchtung oder die Sitzordnung.
Bedenken Sie auch, dass Sie durch optische Einflüsse abgelenkt werden können.
Eine unruhige Gesprächsatmosphäre und hektische Betriebsamkeit um Sie herum wirken sich störend aus. Versuchen Sie daher,
- durch Unruhe und Hektik bestimmte Situationen zu meiden und sich gegebenenfalls in ein ruhiges Eck zurückziehen.
- um Rücksichtnahme zu bitten.
- Gespräche zu verschieben (Warten Sie beispielsweise das hektische Treiben am Bahnsteig ab und beginnen Sie eine Unterhaltung erst in einem ruhigen Abteil des Zuges.).
Beachten Sie die Tageszeit.
- Fügen Sie wichtige Gespräche so in Ihren Tagesablauf ein, dass deren Zeitpunkt für Sie günstig liegt, denn Ihr Hörvermögen und das Absehen vom Mund hängen von der Tageszeit ab.
Achten Sie auf die Gesprächsdauer.
- Versuchen Sie, Gespräche möglichst kurz zu halten, denn mit zunehmender Dauer nimmt die nötige Konzentration ab.
- Bitten Sie im Fall eines längeren Gesprächs zwischendurch um kleinere Gesprächspausen.
Sprechen Sie Ihre Situation an.
- Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Hörsituation und über günstige Verhaltensweisen, die für ein gutes Verstehen hilfreich sind.
|